BIODEM - Versuchs- und Demonstrationsflächen zum Anbau schnellwachsender Baumarten im Kurzumtrieb
Im Frühjahr 2006 wurden im Forschungsprojekt BIODEM 14 Versuchs- und Demonstrations-flächen zum Anbau von schnell wachsenden Baumarten im Kurzumtrieb auf unterschiedlichen Standorten im Land Brandenburg angelegt. Dabei werden ertragskundliche, ökologische und ökonomische Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Energieholzanbau in Brandenburg untersucht.
Die Arbeitsschritte im Projekt sind:
- Auswahl der Versuchsflächen
- Vermehrung des Pflanzgutes
- Analyse der gesetzlichen und förderpolitischen Randbedingungen
- Anlage und Bewirtschaftung durch Landwirte
- Ausarbeiten ertragskundlicher Modelle für holzartige Biomasse und eines Moduls zur Umrechnung Biomasse in Bioenergie.
![]() | |
Die Versuchs- und Demonstrationsflächen unterscheiden sich vor allem in der Grundwasser-verfügbarkeit und der Bodenqualität. Durch die räumliche Verteilung der Untersuchungs-flächen in den verschiedenen Regionen im Norden und Süden des Landes werden klimatische Einflüsse berücksichtigt.
Die Flächen befinden sich auf ehemals ackerbaulich genutzten Standorten bzw. auf einem Rieselfeld. Verwendete Baumarten sind Weide (Salix spec.), Pappel (Populus spec.), Robinie (Robinia pseudoacacia), Eschenblättriger Ahorn (Acer negundo), Weißerle (Alnus incana) und Götterbaum (Alianthus altissima). Je nach Untersuchungsfläche wurden 29 bis 35 Sorten bzw. Kultivare angepflanzt oder gesteckt (siehe Tabelle 1).
| Tabelle 1: Angepflanzte Sorten von Weiden und Pappeln | |
| Gattung | Sorte |
| Pappel | Max 1, Max 3, Max 4, Androscogin, AF 2, Monviso, NE 42 [alias H 275], Muhle - Larsen, Weser 6 |
| Weide | Tora, Tordis, Inger, Sven 1013, 1023, 1033, 1047, 1053, 1054, 1056, 1156, Sprint, Start , Turbo Klon S 178 = 'Hartsool' |
Die Phase I des Projektes umfasst die Anlage der Versuchsflächen bis zur ersten Ernte nach einem Rückschnitt und 3jähriger Rotation. Zum ersten Erntezeitpunkt werden erstmalig destruktive, ertragskundliche Messungen am Aufwuchs durchgeführt. Bereits aktuell finden aber wissenschaftliche Begleituntersuchungen statt. Neben der Auswertung des Anwuchserfolges der angebauten Arten und Sorten werden beispielsweise standortkundliche Parameter erhoben.
Auf 4 Versuchsflächen wurden bodenkundlich-meteorologische Messstationen eingerichtet. Mit deren Hilfe ist es möglich Parameter wie Niederschlag, Globalstrahlung oder Bodenfeuchte kontinuierlich zu erfassen.
Im September 2006 erfolgte eine Inventur des Anwuchserfolges. Die Ergebnisse unterstreichen, dass die extreme Sommertrockenheit in diesem Jahr vor allem auf trocken-sandigen Standorten zu erheblichen Ausfällen insbesondere bei Pappeln geführt hat. Deshalb werden im kommenden Frühjahr 2007 einige Versuche neu angelegt.
Kontakt: Fachhochschule Eberswalde Prof. Dr. Dieter Murach M. Sc. Rainer Schlepphorst | Website: www.biodem.de
|




