Promotionsförderung
Im Jahr 2007 wurde das „Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern“ ins Leben gerufen.
Die Förderung richtet sich vor allem an Absolventen des Fachbereichs und erfolgt in Form von personenbezogenen Stipendien ihm Rahmen von kooperativen Promotionsverfahren. Die Laufzeit der Förderung ist auf maximal 36 Monate begrenzt.
Promotions-Förderprogramm
des Fachbereiches für Wald und Umwelt
Präambel:
Der Fachbereich für Wald und Umwelt der Fachhochschule Eberswalde bekennt sich mit seinem „Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern“ zur Bedeutung einer breit gefächerten, praxisorientierten Forschung als eine wichtige Grundlage eines aktuellen und qualitativ hochwertigen Lehrangebotes.
Die dem Fachbereich zur Verfügung stehenden Finanzmittel sollen daher gezielt für die Stärkung von Forschungsaktivitäten und —projekten eingesetzt werden.
Das Verfahren zur inhaltlichen und finanziellen Umsetzung des Programms folgt dabei folgenden Richtlinien:
Rahmenbedingungen:
- Fördermaßnahmen von Nachwuchswissenschaftlern sind vorwiegend im Rahmen von kooperativen Promotions-Verfahren vorgesehen.
- Dieses Förderprogramm richtet sich vor allem an Absolventen des Fachbereichs für Wald und Umwelt
- Die Förderung erfolgt in der Regel in Form von Stipendien für die Projektbearbeiter.
- Die Förderung wird personenbezogen, im Rahmen des beantragten Projektes bewilligt. Bei Weggang des Stipendiaten entfällt die Förderung.
- Die Laufzeit der Förderung ist auf maximal 36 Monate begrenzt.
- Die Zuwendungen für ein Projekt sind nur auf der Grundlage von Haushaltsjahren möglich.
- Antragsteller können alle hauptamtlichen Professoren und wiss. Mitarbeiter des Fachbereichs für Wald und Umwelt sein.
- An einer Fördermaßnahme interessierte Kandidaten können jederzeit an einen Fachgebietsleiter herantreten und einen Antrag mit ihm erarbeiten.
- Antragstermine sind der 31. Mai und der 31. Oktober des Jahres.
Es gelten zudem die §§ 4 und 8 der Graduiertenförderungsverordnung (GradV) des Landes Brandenburg vom 15. September 2000.
Finanzierung:
Der Fachbereich für Wald und Umwelt stellt auf der Grundlage der jährlichen Haushaltsplanungzur Verfügung; entsprechende Ausgaben sind durch den Dekan in der jeweiligen Haushaltsvorlage vorzusehen.
Die Förderung beläuft sich auf maximal 800,- Euro monatlich (Stand: 1/2009).
Vorhandene oder im Projektverlauf erlangte Drittmittel können durch die Förderung bis zur Höhe der Vergütung einer halben Stelle (1/2 EG 10-13) eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters ergänzt werden. Falls zum bewilligten Projekt weitere (Dritt-)Mittel eingeworben bzw. bewilligt werden, muss dies angezeigt werden.
Hinsichtlich weiterer Einkünfte des Stipendiaten gilt § 5, Graduiertenförderungsverordnung (GradV) des Landes Brandenburg vom 15. September 2000.
Antragsform:
Der Antrag besteht aus drei Teilen:
- Darlegung der Qualifikation des vorgesehenen Bearbeiters (dokumentiert durch Zeugnisse, Lebenslauf, Motivationsschreiben etc.)
- Darlegung des geplanten Forschungsvorhabens (Umfang: 5-10 Seiten):
Nach Nennung des Themas sollen der Stand der Wissenschaft und die geleisteten Vorarbeiten auf dem entsprechenden Gebiet (mit einschlägigen Literaturangaben) und das geplante Vorhaben mit Zielsetzung, Methodik und Zeitplan dargelegt werden. Ein Finanzierungsplan ist beizufügen. Falls vorhanden, sollen Kooperationspartner genannt werden.
- Feststellung des verantwortlichen, mitbetreuenden (Universitäts-) Professors mit Promotionsrecht, dass das Thema promotionswürdig ist und der Antrag sinnvoll kalkuliert wurde.
Vergabeverfahren:
Der Dekan entscheidet mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Forschung“ des Fachbereichs für Wald und Umwelt über die Bewilligung der Anträge. Antragstellende Mitglieder der Arbeitsgruppe „Forschung“ werden nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen.
Die Beurteilung / das Ranking der Anträge erfolgt auf der Basis der Eignung / Qualifikation / Motivation des vorgesehenen Bearbeiters und der wissenschaftlichen Qualität des Vorhabens.
Es gelten zudem § 6 Abs. 2 und 3 sowie § 7 Abs. 2 der Graduiertenförderungsverordnung (GradV) des Landes Brandenburg vom 15. September 2000
aktuell geförderte Promoventen
| Karl Gremse Projekt: Jagdpraktische und sozio-dynamische Untersuchungen zum Einsatz bleifreier Büchsenmunition unter mitteleuropäischen Jagdverhältnissen |
| Jährlich werden in Deutschland rund 1,5 Mio. Stück Schalenwild meist mit bleihaltiger Munition erlegt. Greifvögel, allen voran der Seeadler, nehmen Aas, oft in Wald und Flur verbliebene Aufbrüche von erlegtem Schalenwild mit darin befindlichen Bleisplittern und Abrieb auf. Bereits geringste (5 ppm) Dosen wirken tödlich. Neben direkten Maßnahmen wie der Entsorgung der Aufbrüche in Tierkörperbeseitigungsanlagen wird der Einsatz von Alternativmaterialien für Jagdgeschosse untersucht. Nach Tierschutzgesetz dürfen einem Wirbeltier bei einer Erlegung „keine vermeidbaren Schmerzen“ zugefügt werden. Auf Grundlage eines standardisierten Erhebungsbogens werden Schalenwild-Abschüsse sowohl mit bleihaltiger als auch bleifreier Munition erfasst und ausgewertet und auf Eignung für eine tierschutzgerechte Jagdpraxis geprüft. Anhand anonymer Fragebögen werden darüber hinaus Problembewusstsein und Meinungsbildung innerhalb der Jägerschaft untersucht. Die Erhebungen laufen in Brandenburg, Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen in Jagdrevieren aller Eigentumsarten. | |
| Dauer: | |
| Betreuer: | |
| Zimmer: | 11.313 |
| E-Mail: | cgremse@fh-eberswalde.de |
| Kooperationspartner: | |
![]() | Dipl. Forst-Ing. (FH) Michael Körner Projekt: Waldwachstumskundliche Untersuchungen zur Wuchsdynamik der Baumart Pinus caribaea auf forstlich relevanten Standorten in der Dominikanischen Republik — Parametrisierung eines Einzelbaummodells als Planungsgrundlage für die nachhaltige Bewirtschaftung von Pinus caribaea-Beständen. |
| Kernstück des 3-jährigen Forschungsvorhabens ist die waldwachstumskundliche Untersuchung von Pinus caribaea-Beständen in der Dominikanischen Republik. Mit Hilfe von Dauerversuchsflächen und Stichprobeninventuren sollen alle notwendigen Kenngrößen erfasst werden, die für die genaue Beschreibung des Höhenwachstums, der Durchmesserentwicklung sowie der Schaft- und Kronenform erforderlich sind. Die Feldaufnahmen erfolgen auf zwei forstlich relevanten Standortseinheiten, die das breite Leistungsspektrum von Pinus caribaea-Beständen repräsentieren. Auf Grundlage der erfassten Kenngrößen erfolgt die Parametrisierung unterschiedlicher Wachstumsfunktionen, die in den Einzelbaumsimulator BWinPro implementiert werden. Das an die örtlichen Verhältnisse angepasste Wachstumsmodell ermöglicht es, verschiedene Behandlungsvarianten zu simulieren. Ziel der Szenariorechnungen ist es, unterschiedliche waldbauliche Ziel- und Produktionsstrategien zu optimieren. Ergänzt werden die Aufnahmen durch Biomasseuntersuchungen, um Informationen über die Kohlenstoffspeicherung vergleichbarer Bestände zu gewinnen und damit die Senkenleistung quantifizieren zu können. | |
| Dauer: | 01/2008 — 12/2010 |
| Betreuer: | Prof. Dr. Martin Guericke — FH Eberswalde Prof. Dr. habil. Heinz Röhle — TU Dresden |
| Zimmer: | 11.304 |
| E-mail: | |
| Kooperationspartner: | Universidad Agro Forestal Fernando Arturo de Meriño (UAFAM) in Jarabacoa (Dominikanische Republik) |



